Der moderne Holzbau

massiv - energieeffizient - wohngesund

Holz war schon immer ein idealer Baustoff für den Bau: nachhaltig, energieeffizient und wohngesund. Bisher wurden konventionelle Holzhäuser in Ständerbauweise mit hohlen Wänden und konventionelle Massivhäuser mit Mauerwerk und Beton errichtet. Mit den innovativen Massiv-Holz-Systemen gibt es jedoch jetzt eine Bauweise, die die guten statischen Eigenschaften von massivem Mauerwerk mit allen raumklimatischen Vorteilen von Naturholz ideal vereint.

Das Ende der Steinzeit – Massive Häuser natürlich aus Holz

Mit dem Begriff Massivholz ist hier ein massiver (Wand) Aufbau aus Holz gemeint. Seit geraumer Zeit gibt es verschiedene Systeme, die in der Regel einige Lagen von Holzbrettern zu einer massiven Holzplatte mit bis zu 40 cm Stärke zusammen fügen. Die verschiedenen Systeme unterscheiden sich hauptsächlich in der Art der Verbindung dieser Brettlagen untereinander. Diese Massivholzwände verbinden die Vorteile des Mauerwerkbaus mit den Vorteilen des gut gedämmten Holzbaus. Massiv-Holz-Wände bieten bei hervorragenden Dämmeigenschaften, einen Aufbau der mehr Masse und Stabilität bietet als so mancher Mauerstein.

Ein Massivholzhaus ist alles andere als ein Blockhaus

Architektonisch gibt es keinerlei Einschränkungen durch diese Systeme. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Die Elemente sind an keinerlei Rastermaße gebunden. Somit sind freie Grundriss- und Fassadengestaltungen möglich. Selbst aufwändige Fenstergeometrien, wie sie sonst nur im Betonbau möglich sind, lassen sich relativ einfach herstellen. Auch bei der Oberfläche können neben den verschiedenen Holzfassaden auch klassische Putzfassenden oder Metall- und Klinkerfassaden ausgeführt werden.

Die computergenaue Bearbeitung und der Einsatz von modernsten Fertigungswerkzeugen lassen auch ausgefallene Grundrisslösungen zu. Ob ein rechteckiger Grundriss, ein vieleckiges oder auch ein trapezförmiges Gebäude, alles ist gut machbar.

Massives Holz fördert ein wohngesundes Raumklima

Holz ist im physikalischen Sinne nicht kompakt; es enthält zahlreiche winzige Hohlräume. Dieses Hohlraumsystem kann durch den kapillaren Effekt (ähnlich den Wurzel einer Pflanze) Feuchte aufnehmen und weitertransportieren. Da die Luft, die uns umgibt nie absolut trocken ist, nimmt das Holz eine gewisse Menge Feuchtigkeit aus der Umgebung auf. Diese Eigenschaft führt dazu, dass in Räumen mit einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit, also z.B. im Bad oder in der Küche, massive Holzwände die Raumluft regulieren kann.

Durch die feuchteregulierende Wirkung des Holzes gehören die Zeiten beschlagener Fenster und Spiegel oder schweißtreibender Schwüle der Vergangenheit an. In demselben Zusammenhang ist auch die wärmespeichernde Eigenschaft des Holzes von großer Bedeutung. Holz hat immer eine warme Oberfläche und kann diese Temperatur über einen langen Zeitraum halten. Das Wärmeempfinden des Menschen setzt sich aus der Raumluft und der Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen (Wände, Decken, Fenster) zusammen. So fühlt sich ein Fenster oder eine Steinmauer immer kalt an. Dazu kommen Luftbewegung und Luftfeuchte. Je niedriger die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, desto wärmer muss die Raumluft sein, damit die gleiche Behaglichkeit erzielt wird.

Durch die Verwendung von getrocknetem Holz und den völligen Verzicht von Kleber oder Mörtel ist in einem Holzhaus sofort eine trockene, behagliche Wohnatmosphäre gegeben. Im Vergleich dazu benötigt eine Ziegelwand durch den hohen Wasseranteil im Mörtel rund 373 Tage um auszutrocknen, eine Betonwand sogar 1599 Tage. (Quelle: Wienerberger-Ziegel) Durch diffusionsoffene Bauweise und den trockenen Baustoff Holz wird so auch die Gefahr der Schimmelbildung und damit die Schädigung der Bausubstanz und die Gesundheitsgefährdung der Bewohner vermieden.

Eine strahlende Zukunft

Wie durch Prüfmessungen eindeutig festgestellt wurde, sind Massivholzwände durch ihren monolithischen Aufbau in der Lage, bis zu 95 % der elektromagnetischen Wellen und Hochfrequenzstrahlung aus Mobilfunk oder Radio zu eliminieren.

Die Universität der Bundeswehr in München konnte eine herausragende Eigenschaft des Naturstoffes Holz an der Thoma Holz100-Wand nachweisen. Die genauen wissenschaftlichen Daten der Strahlen-Versuche an der Bundeswehr-Universität München können im Thoma Forschungszentrum für Naturholzverarbeitung gerne eingesehen werden.

Ein anderes Gutachten von Prof. Dipl.-Ing. P. Pauli an der Universität der Bundeswehr München, HF-, Mikrowellen- und Radartechnik, belegt die Eigenschaften der speziellen MHM-Konstruktion: "Die Aluminium-Rillennägel [...] haben keinen negativen Einfluss auf die Dämpfungseigenschaften der Massivholzmauer."

Bauen für Generationen

Holz ist einer der ältesten Baustoffe überhaupt und historische Bauernhäuser oder Fachwerkbauten legen Zeugnis darüber ab dass der Baustoff Holz Jahrhunderte überdauern kann. Die Weiterentwicklung und Verfeinerung der Bauweisen und Baumaterialien dient letztendlich der Steigerung der Lebensqualität über Generationen. Ein modernes Massivholzhaus entspricht voll und ganz den heutigen gesetzlichen Anforderungen z.B. an den Brandschutz, ein Faktor der auch von den Versicherungen und Banken anerkannt wird.

Je länger die Lebensdauer eines Hauses, desto besser ist dies für den Werterhalt und die Umwelt. Darum sollte ein Haus leicht umgebaut werden können, um den sich verändernden Lebensbedingungen der Bewohner angepasst zu werden. Massivholzelemente bieten hierfür alle Voraussetzungen.

Massivholzwände sind durch Konstruktion und Material sehr leistungsfähig. Sie bieten hervorragende Dämmeigenschaften, lassen sich schnell verbauen und beinhalten ohne weitere Maßnahmen glänzende Brand- und Strahlenschutzeigenschaften. Dies macht sie zu einem starken, kostenbewussten Bausystem. Der Kostenanteil der Wände incl. Lohnkosten macht nur ca. 10 % der Gesamtbaukosten aus. Die Wahl des Wandbaustoffes beeinflusst kaum die Gesamtkosten eines Hauses, ist aber maßgeblich verantwortlich für die Lebensqualität des Zuhauses.

Behagliche Wärme

Holzflächen sind immer angenehm warm und hautfreundlich. So nehmen Holzwände, -decken, und -fußböden die Raumtemperatur an, wodurch die Ableitung der Körperwärme vermieden wird und die Raumlufttemperatur, bei gleicher Behaglichkeit, um rund 2 °C niedriger als im Ziegelbau gehalten werden kann.

Räume verlieren ihre Temperatur hauptsächlich durch die Wärmeleitung von innen nach außen. Holz hat aber einen sehr hohen Wärmedurchlasswiderstand, der dem vieler anderer Baustoffe um ein Vielfaches übersteigt. Dies schütz vor Wärmeverluste und dient auch dem sommerlichen Wärmeschutz.

So hat Holz schon jeher geholfen die Wärme im Haus zu halten und die Heizkosten zu senken.