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Die stillen Mitbewohner: Zimmerpflanzen |
Redaktion: Maria Theresia Kalem - Journalistin Norman Heimbrodt - Architekt |
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Lass Blumen sprechen Sie sind stumm. Aber sagen sie deshalb nichts? Doch, sie teilen uns eine ganze Menge mit. Gemeint sind alle Pflanzen und Blumen, mit denen wir uns in unserem Haus, unserer Wohnung oder unserem Büro umgeben. Wir müssen nur genauer hinhören bzw. hinschauen, dann können wir viel – auch über uns selbst - erfahren. Die 8 Punkte Zimmerflora-Checkliste Pflanzen in Wohn- und Arbeitsräumen bringen eine Menge Vorteile mit sich. Doch auch hier ist das "Gewusst wie" der Schlüssel zum Erfolg. Denn es ist nicht damit getan, wahllos Blumentöpfe in seiner Umgebung aufzustellen. In planen - bauen - wohnen finden Sie heute 8 Kriterien, nach denen Sie ihre Zimmerflora einmal durchforsten können: 1. Saftiges Grün oder welke Blätter? Wie sehen Ihre Pflanzen aus? Gesund sollten alle Pflanzen sein, mit denen Menschen sich umgeben. Das ist der wichtigste Grundsatz, denn einen positiven Einfluss können unsere stillen Mitbewohner nur dann auf uns ausüben, wenn sie auch tatsächlich Lebensenergie ausstrahlen. Welke Blätter oder abgeblühte Blüten tun das Gegenteil und müssen deshalb regelmäßig entfernt werden. 2. Untermieter unerwünscht! Selbstverständlich sollten die Pflanzen frei von Schädlingen sein. Parasiten sind ebenfalls ein Krankheitszeichen und müssen schnell behandelt werden. Hilfe kann hier ein erfahrener Gärtner geben, und wenn es ganz schlimm ist, sollte die Pflanze lieber schnell in der braunen Tonne verschwinden, bevor sie die anderen anstecken kann. Achtung: Auch die Erde kann unerwünschte Gäste haben. Dann ist unverzügliches Umtopfen angesagt. Besonders rasch muss Schimmelpilz beseitigt werden, der entsteht, wenn die Erdballen zu nass gehalten werden. Die Sporen können sich im ganzen Haus verbreiten und Gesundheitsgefahren mit sich bringen. 3. Der Gummibaum von Tante Gerda und der Kaktus von Oma Frieda Besitzen Sie auch Pflanzen, die andere für Sie ausgesucht haben und die Ihnen gar nicht behagen? Natürlich sind Zimmerpflanzen und Blumen schöne Geschenke, und hier soll auch niemand vom Gegenteil überzeugt werden. Doch es kann sein, dass sich ein Gewächs eingenistet hat, mit dem wir gar nicht so gut können, oder mit dem wir nicht mehr so gut können. Schauen Sie Ihre Pflanzen einmal genau durch, und Sie werden spüren, welche Ihnen nicht behagt. Dann ist es besser, sich von ihr zu trennen und sie nicht deshalb zu behalten, weil sie einmal ein Geschenk war. 4. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Der Standort ist entscheidend für das Gedeihen einer Pflanze. Es hat keinen Sinn, Blumentöpfe nur nach dem Kriterium aufzustellen, auf welcher Fensterbank zur Zeit gerade Platz dafür ist. Auch hier können Fachleute um Rat gefragt werden. Kleinere Auskünfte gibt es in der Gärtnerei sogar kostenlos. Einige Pflanzen wollen im Winter einen anderen Standort als im Sommer. Das gilt besonders für Topfpflanzen von Terrassen und Vorgärten. Ihnen bekommt der winterliche Ausflug ins geheizte Wohnzimmer oft gar nicht. Und außerdem: Machen Sie aus Ihren Lebensräumen kein Überwinterungslager! Tipp: Gönnen Sie Ihren empfindlichen Pflanzen doch einmal einen Kuraufenthalt. Gärtnereien nehmen besonders im Winter Topfpflanzen auf und pflegen sie im Gewächshaus. Im Frühling können sie dann frisch umgetopft und gut erholt wieder abgeholt werden. 5. Pflanzen sollen keine Hindernisse sein. Pflanzen brauchen Licht, das ist klar. Doch Vorsicht: Die Fenster sollten noch ohne viel Aufwand und Mühe geöffnet werden können. Wer wegen der Blumentöpfe das Lüften scheut, hat eindeutig zu viel auf der Fensterbank. Ein beliebtes Hindernisrennen wird auch oft auf Treppen veranstaltet. Dort haben Stolperfallen wie Blumentöpfe aber absolut nichts zu suchen. 6. Die Pflanze lebt nicht vom Wasser allein. Nein, sie muss auch sachkundig gedüngt und umgetopft werden. Und noch etwas mögen Pflanzen: Sie möchten beachtet werden. Wer kennt das nicht: Ein Pflänzchen kümmert lange Zeit vor sich hin. Eines Tages wird der Besitzer seiner überdrüssig und denkt oder sagt sogar: "Du kommst auf den Kompost." Gehen noch ein paar Tage ins Land, bis die Drohung wahr gemacht werden soll, schlägt das Pflänzlein neu aus und zeigt neuen Lebenswillen. Natürlich können Pflanzen nicht hören, aber wer ihnen Beachtung schenkt, bei dem gedeihen sie besser. 7. Lust statt Last Die Pflege von Zimmerpflanzen und –begrünungen macht auch Arbeit. Schaffen Sie sich deshalb nicht mehr an, als Sie bereit sind in Ordnung zu halten. Nur so üben Pflanzen auch einen positiven Einfluss auf ihre Umgebung aus. Fachleute können hier bei der Auswahl der richtigen Pflanzen helfen und Tipps für eine zeitsparende Pflege geben. 8. Vorsicht Gift Wer sich eine neue Pflanze anschafft, sollte sich auch darüber informieren, ob sie – oder zumindest einige Teile – giftig sind. Für Kleinkinder und Haustiere können sie ein nicht unerhebliches Risiko darstellen. Ähnliches gilt für Kakteen und andere dornige und stachelige Gewächse. Besonders in Augenhöhe von Kindern und Tieren stellen sie eine Verletzungsgefahr dar, und zudem können Stacheln/Dornen besonders leicht zu Entzündungen und Vergiftungen führen. Teil eines Gesamtkonzeptes Richtig eingesetzt und gut platziert können Pflanzen zu unserem Wohlbefinden entscheidend beitragen. Sie bringen ein Stück Natur in unsere Häuser, haben einen positiven Einfluss auf die Psyche, regulieren das Raumklima und können sogar Schadstoffe aufnehmen. Begrünungselemente sollten Teil der Architektur sein, damit sie sich harmonisch einfügen und ihren Zweck erfüllen. Sie sind Teil eines Gesamtkonzeptes für Ihr Wohnhaus, Büro oder Ladenlokal. Selbstverständlich beziehe ich bei meiner Arbeit diese Dinge mit ein, und Sie können sich mit Ihren Wünschen und Vorstellungen an mich wenden. Ich werde ein für Sie passendes Gestaltungskonzept entwerfen und auf Wunsch die fachgerechte Umsetzung betreuen. In diesem Sinne: Lassen Sie den Frühling herein! |
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Tipp: Ganz werden Sie Umweltgifte in Ihrem Lebensbereichen nie vermeiden können. Aber es gibt ein paar "natürliche Saubermacher", die Ihr Raumklima verbessern können. Hier können Sie die Tabelle Schadstoffkiller aufrufen. |
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