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Architektur mit dem PLUS für Lebensqualität |
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"Man muss sehr wach sein, um gut träumen zu können. Auch für ein Luftschloss kommt es auf den Architekten an." Karlheinz Deschner, deutscher Schriftsteller *1924 Wohnraumgestaltung Den Wohnraum gestalten und nicht verunstalten! Wenn es um die Gestaltung eines Raumes geht, denken viele Menschen an dekorative Elemente, wie zum Beispiel Gardinen. Das ist verständlich, denn kaum eine Zeitung flattert uns ins Haus ohne ein buntes Prospekt eines Gardinengeschäftes. Es wird uns suggeriert, dass ohne aufwändige Fensterdekoration keine wohnliche Atmosphäre entsteht. Doch für Gardinen gilt wie für alle Einrichtungsgegenstände: Welche Funktion sollen sie haben? Unterstützen Sie mit Gardinen die Atmosphäre in Ihren Räumen! Die Gardine kann ein Gestaltungselement sein, wenn sie zum Beispiel dazu dient, das Spiel von Licht und Schatten in einem Raum zu ermöglichen. Leicht transparent und farbig gehalten, spendet sie an einem sonnigen Tag leichten Schatten und taucht das Zimmer in ein stimmungsvolles Licht. Doch sollte sie immer nur die schon bestehende Atmosphäre eines Raumes unterstützen. Wenn Gardinen angebracht werden, um einen Raum "aufzuhübschen", kann es passieren, dass der gewünschte Effekt trotz großem Zeit- und Geldaufwand ausbleibt. Das liegt dann daran, dass nicht die fehlende Gardine einen Raum kalt und unfreundlich erschienen lässt sondern beispielsweise die Raumproportion, die Beleuchtung oder die ungünstige Anordnung der Möbel. Die Funktionen der Gardinen Gardinen sollen ein Teil des Wohnraumes sein, den der Bewohner nach seinen Bedürfnissen benutzen kann: Zuziehen, wenn ihm nach Rückzug und Ruhe zu Mute ist; öffnen, wenn er Licht und Energie von außen braucht. Sie brauen nicht an jedem Fenster eine Gardine Häufig soll die Gardine als Sichtschutz dienen und sicher ist sie ein Weg ihn umzusetzen. Doch nicht jedes Fenster braucht wirklich Schutz. Die Gestaltung des Außenraumes eines Hauses bietet auch zahlreiche Möglichkeiten, Einblicke ins Innere nur dort zu gewähren, wo sie gewünscht sind. Eine detailgenaue Planung des Hauses und der äußeren Räume (z.B. sichtgeschützter Bereich vor dem Fenster) kann hier vieles erleichtern. Denken Sie bei der Planung daran: Gardinen sind nicht billig und eine teure Anschaffung sollte einen direkten Nutzen bringen. Wer sich bei der Wohnraumgestaltung zuerst nach der Funktion und dem gewünschten Zweck einer Sache fragt, kann in Bezug auf Gardinen bares Geld und Zeit sparen. Fragen Sie sich deshalb vor der Entscheidung einer aufwändigen Fensterdekoration: Will ich wirklich meterlange Stoffbahnen, die das Licht aussperren? Die im Wege sind, wenn die Fenster mal geöffnet werden sollen? Die im Frühjahr und Herbst in langwierigen Prozeduren auf- und abgehängt werden müssen, um sie zu waschen und anschließend wieder in Form zu bringen? ... nur, um mir das Gefühl zu vermitteln, ich sitze nicht auf dem Präsentierteller? Das Wichtigste im Überblick:
Redaktion: Maria Theresia Kalem - Journalistin Norman Heimbrodt - Architekt |