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Gesünder Wohnen |
Redaktion: Maria Theresia Kalem - Journalistin Norman Heimbrodt - Architekt |
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Wie
entsteht Schimmelpilz in Wohnräumen und Ich kann mich noch erinnern: Als ich ein Kind war, lag auf dem Fensterbrett in unserer Küchen ein der Länge nach ausgebreitetes Handtuch. Es war keinesfalls ein Geschirrhandtuch, das dort zum Trocknen hingelegt worden war. Vielmehr sollte es die Wassertropfen aufsaugen, die langsam, nach und nach die Fensterscheibe herunter liefen. Doch ich will hier natürlich nicht meine Kindheitserinnerungen vertiefen. Ich möchte vielmehr über ein Problem und dessen Vermeidung informieren, das nicht zuletzt durch unsere vermeintlich moderne Art Häuser zu bauen mit in unsere Wohnungen eingezogen ist: Die Rede ist von Schimmelpilzen und deren zunehmende Verbreitung. Inzwischen ist hinreichend bekannt, dass Schimmelpilze krank machen können. Zum einen gehören sie zu den so genannten Allergenen, also den Stoffen, die Allergien hervorrufen können, zum anderen gibt es einige Pilzarten, die Gifte produzieren, die bereits in geringen Mengen für den menschlichen Organismus schädlich sind. Woran liegt es, dass Schimmelpilze in den letzten Jahren zu einem Problem in vielen Wohnungen geworden sind? Ich möchte ihren Blick noch einmal zurücklenken auf das alte Küchenfenster: Früher waren die Fenster der kälteste Punkt in der Wand und deshalb kondensierte dort die Raumluft. Das ist heute anders. Energiesparende Mehrfachverglasungen, mit denen inzwischen nicht nur Neubauten ausgestattet werden, sondern auch Altbauten längst damit nachgerüstet wurden, bringen eine Verschiebung des kältesten Punktes von den Fenstern hin zu Raumecken oder Kältebrücken wie Fensterstürze oder Unterzüge. Dort kondensiert dann das Wasser aus der Raumluft und lässt Putz oder Tapete feucht werden. Wird diese nicht durch regelmäßige Belüftung abgetrocknet, ist schon bald ein idealer Nährboden für Schimmelpilze entstanden. Denn Schimmel ist genügsam. Er braucht kein Licht und abgesehen von Feuchtigkeit benötigt er als Nahrung nur geringe Mengen organischer Stoffe. Diese stehen dem Pilz ausreichend im Hausstaub (der übrigens besonders gut an feuchten Wänden haftet) zur Verfügung. Einen idealen Nährboden stellen außerdem Wandverkleidungen wie Tapete, Dispersionsfarbe, Gipskartonplatte etc. dar. Es gibt ein wirksames Mittel zum Schutz
Ausreichender
Luftaustausch! Die richtige Belüftung eines Hauses und
einer Wohnung ist maßgebend. Denn nur so kann die
Feuchtigkeit, die durch Kochen, Duschen, Baden, Blumengießen
und die Atemluft der Menschen an die Raumluft abgegeben
wird, nach Draußen geleitet werden. Auch hier sind die
Fenster mal wieder einer der ausschlaggebenden Punkte. Lüftete
sich früher ein Haus quasi selber, so ist das heute wegen
der dicht schließen- Richtiges Lüften:
Schimmel durch Schrubben und Abkratzen entfernen. Ist der Schimmelpilz erst einmal ins Haus eingezogen, so werden die Bewohner ihn und den damit verbundenen Modergeruch auch durch Lüften und Heizen nicht wieder los. Es gibt nur eine Lösung: Der Schimmel muss raus! Aber bitte ohne chemische Keule. Die hilft nämlich nur kurzfristig, kann aber durch Ausdünstungen noch lange den Bewohnern schaden. Besser ist es, gründlich zu reinigen oder nach Möglichkeit mit anorganischen und nicht synthetischen Baustoffen zu renovieren. Günstig sind hierfür beispielsweise Kalkputze mit mineralischem Anstrich. Übrigens gibt es solche Naturfarbpigmente in zahlreichen Farben. Nebenbei lassen sich so dekorative Effekte erzielen. Doch das gehört zu einem anderen Thema. |
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Tipp: Wer nach dem Duschen nicht nur sich, sondern auch seine Dusche abtrocknet (besonders die Silikonfugen), schützt diese vor Schimmelpilz und spart sich auch lästiges Putzen von Kalkablagerungen. |
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