| norman heimbrodt architekt |
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Architektur mit dem PLUS für Lebensqualität |
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"Man muss sehr wach sein, um gut träumen zu können. Auch für ein Luftschloss kommt es auf den Architekten an." Karlheinz Deschner, deutscher Schriftsteller *1924 Über Geld spricht man nicht. Geld hat man! Nein! Das dürfte wohl für die wenigsten Menschen zutreffen. Im Gegenteil. Wer sich mit dem Thema Bauen beschäftigt, sollte unbedingt über Geld sprechen. Eine solide und individuell zugeschnittene Finanzierung ist unerlässlich. Das Eigenheim verliert schnell seinen Reiz – auch wenn es noch so schön gebaut und ausgestattet ist – wenn es den Bewohnern finanziell die Luft abdrückt. Eine ehrliche Analyse der eigenen Situation, der Wünsche und Möglichkeiten ist deshalb auch beim finanziellen Teil des Hausbaus der erste Schritt! Wie analysiere ich meine Finanzen? Noch bevor Sie sich auf den Weg zu Banken, Bausparkassen und Versicherungen machen, sollten Sie für sich folgende Fragen beantworten und notieren: - Wie hoch werden die Gesamtkosten sein - inklusive. aller Gebühren und Sonderwünsche? (Eine Kostenaufstellung erhalten auf Wunsch alle meine Kunden.) - Wieviel Eigenkapital kann ich einbringen? - Wie hoch ist dann noch mein „Notgroschen“? (Wie bezahle ich beispielsweise eine unvorhergesehene Autoreparatur?) - Erhalte ich zinsgünstige oder zinslose Gelder von Verwandten oder dem Arbeitgeber? (Vorsicht! Das kann zu unerwünschten Abhängigkeiten führen.) - Habe ich Anspruch auf öffentliche Fördergelder? (Junge Familien, KfW-Darlehen, Ökologisches Bauen etc.) - Wie hoch ist mein Finanzierungsbedarf inklusive aller Kosten? - Bis wann möchte oder muss ich das Darlehen zurückbezahlt haben? (Stichwort: Rentenbeginn) - Welche Sicherheiten habe ich? (z.B. vermietetes Eigentum) - Habe ich Vermögenswerte? (z.B. Rückkaufwert einer Lebensversicherung) - Welchen Verwendungszweck hat mein geplantes Gebäude? (Eigennutzung und/oder Vermietung) - Wie hoch ist mein regelmäßiges Einkommen? - Welche Ausgeben werden davon bestritten? (Hier auch an Urlaub, Auto, Neuanschaffungen, Kleidung und Versicherungen denken) - Was bleibt nach Abzug aller Kosten noch zur Bedienung eines Darlehens übrig? Welche Angaben sollte ein Angebot enthalten? Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich auf den Weg zu verschiedenen Anbietern zu machen und Angebote einzuholen. Damit diese wirklich transparent und vergleichbar sind, sollten alle die gleichen Angaben enthalten: - Wie hoch ist der Zinssatz? (nominal und effektiv) - Wie lange sind die Zinsen festgeschrieben? - Wie hoch ist die monatliche Belastung? - Wie lange ist die Laufzeit? - Wie hoch ist die Tilgung? - Wie hoch ist der Gesamtbetrag, der von Beginn bis zur endgültigen Tilgung des Darlehens gezahlt wird? - Sind Sondertilgungen möglich? - Gibt es sonstige Sondervereinbarungen? (z.B. tilgungsfreie Jahre) Zu Hause in Ruhe vergleichen Lassen Sie sich von jedem Anbieter eine komplette Berechnung der Finanzierung inklusive sämtlicher Kosten und über die gesamte Laufzeit bis zur vollständigen Rückzahlung erstellen. Dafür sollte nach der Zinsfestschreibung mindestens der in der Vergangenheit durchschnittlich zu zahlende Zins (ca. 8 %) unterstellt werden. Es wäre vermessen, von einem so tiefen Zinssatz wie zur Zeit für die nächsten 30 Jahre auszugehen. Jetzt können Sie selbst zu Hause in Ruhe vergleichen. Ein gutes Finanzierungskonzept macht sich meist bezahlt, häufig sogar deutlich mehr als ein um einen halben Prozentpunkt niederer Zinssatz. Vieles ist Verhandlungssache! Sprechen Sie mit den Anbietern. So wie bei einem Autokauf, können Sie auch bei der Finanzierung handeln. Statt ein paar Fußmatten und einem Dachständer sind da dann schon mal gebührenfreie Sondertilgungsmöglichkeiten oder ein günstigerer Zinssatz drin. Insbesondere, wenn Sie ein vergleichbares Angebot eines Mitbewerbers auf den Tisch legen können. Das Ausarbeiten eines soliden Finanzkonzeptes braucht Zeit. Kümmern Sie sich deshalb rechtzeitig darum. Wer sich erst an einen Bankberater wenden, wenn er schon unter Druck steht, weil die ersten Rechnungen gezahlt werden müssen, nimmt sich unter Umständen jede Verhandlungsmöglichkeit. Es ist nie zu früh, sich über die Finanzierung Gedanken zu machen. Auch wenn Ihre Baupläne erst in 5 oder 10 Jahren realisiert werden sollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich damit auseinander zu setzten. Bereits heute kann mit dem Ansparen von Eigenkapital begonnen werden, und je mehr Zeit Sie haben, um so mehr Möglichkeiten stehen Ihnen offen und um so günstiger und sicherer kann es in der Zukunft werden. Redaktion: Stefan Reiff - Wirtschaftsberater Norman Heimbrodt - Architekt
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